Sachsenguss – 2
erschienen in: Heft 6/2019
Die „Sachsen Guss GmbH“ in Wittgensdorf – ein Unternehmen mit Geschichte und Zukunft
Nachdem wir uns im Teil 1 unseres Artikels mit der Entstehung und der Entwicklung des VEB Gießerei „Rudolf Harlaß“ bis hin zum Neubau der Betriebsstätte in Wittgensdorf befasst haben, wollen wir im Teil 2 deren weitere Entwicklung bis zur Sachsen Guss GmbH Wittgensdorf darstellen.
Nach der politischen Wende wurde durch die „Modrow-Regierung“ (18.11.1989 bis 12.04.1990) schon am 01.03.1990 die „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“ gegründet. Diese sollte die Umwandlung von Volkseigenen Kombinaten, Betrieben und Einrichtungen aller Art in Kapitalgesellschaften, also in Privatkapital durchführen und kontrollieren. Nach der letzten Wahl zur Volkskammer der DDR am 18.03.1990 setzte diese, d.h. die neugewählte Volkskammer, das „Treuhandgesetz“ am 01.06.1990 in Kraft.
Zur Unternehmensentwicklung ist uns nun auch die schon benannte Literaturstelle [1] eine wertvolle Hilfe. Hier lesen wir sinngemäß die nachfolgenden Zeilen:
Zum gleichen Zeitpunkt wurde mit der Treuhandanstalt Berlin mit der neu gegründeten HARLASS GUSS GmbH Wittgensdorf ein Gesellschaftervertrag geschlossen. Diese GmbH schloss sich bereits am 20.06.1990 der ebenfalls neu gegründeten NILES-Industrie GmbH an, einer Holdinggesellschaft, welche 16 ehemalige Kombinatsbetriebe des im Teil 1 unseres Artikels benannten Werkzeugmaschinenbaukombinates „9.Oktober“ Berlin zusammenfasste.
Am 22.10.1990 wurde die HARLASS GUSS GmbH Wittgensdorf im Handelsregister unter der Nummer 1260 eingetragen.
Wir können als bekannt voraussetzen, dass dieser Prozess nicht ohne einschneidende personelle Maßnahmen vonstattenging. Mit Aufhebungsverträgen infolge der Erreichung des Rentenalters (30 Mitarbeiter [MA]), Vorruhestandsregelungen (107 MA) erreichte das Unternehmen per 31.12.1990 eine Personalstärke von 1.597 MA, davon 1.183 Werker und 414 Angestellte und schließt das Jahr mit 20.620t gutem Guss (*) ab. In einer Betriebsvereinbarung vom 31.01.1991 wurde ein weiterer Personalabbau auf 1.098 MA und in einer 1. Ergänzung dazu auf noch 950 MA beschlossen. Zum 31.12.1991 wird eine Personalstärke von 1.101 MA (833 Werker und 268 Angestellte) verzeichnet. Trotz aller Bemühungen der Geschäftsführung und vor allem auf Grund der sich ständig verschlechternden Auftragslage erreichte das Unternehmen zum 31.12.1991 nur noch eine Fertigung von 12.000t gutem Guss. Über das gesamte Jahr sind ca. 600 MA von Kurzarbeit betroffen.
Die Geschäftsführung bemüht sich mit der Treuhandanstalt Berlin auf der Basis einer umfassenden Sanierungskonzeption um eine effektive Privatisierung des Unternehmens. Damit kommt es hier am 19.12.1991 zum Vertragsabschluss zur Privatisierung der Harlass Guss GmbH durch die Firma
A. Friedr. Flender AG Bocholt
Alfred-Flender-Str. 77
46395 Bocholt
Der namhafte Getriebehersteller, der bereits das Getriebewerk in Penig übernommen hatte, stand vor der Aufgabe die eigene Gießerei in Bocholt zu schließen und suchte einen geeigneten Standort. Bei einem eigenen Gussbedarf von ca. 35.000 t/a fiel die Wahl auf die relativ neue und moderne Gießerei in Wittgensdorf, welche bisher hauptsächlich Gussteile für den Werkzeugmaschinenbau produziert hatte.
Der wesentliche Inhalt des Übernahmevertrages stellt sich wie folgt dar:
- Erhalt des Produktionsstandortes Wittgensdorf
- Beschäftigungssicherung
| Jahr | Arbeitsplätze |
|---|---|
| 1992 | 600 |
| 1993 | 700 |
| 1994 | 760 |
- Investitionen bis 1995 in Höhe von 80 Mio. DM
- Stammkapital von 50 Mio. DM
Damit wird am 01.01.1992 der Gießereistandort Wittgensdorf als FLENDER GUSS GmbH in den FLENDER-Verbund aufgenommen.
Schon im Januar 1992 kommt es neben personellen Maßnahmen
- Ausgliederung von 138 MA in eine Auffanggesellschaft,
- betriebsbedingte Kündigung von 170 MA,
- Einsatz von ca. 50 MA in der Gießerei Bocholt
zu einer breiten Planungsphase für eine komplexe Neugestaltung der technologischen und anlagentechnischen Ausrüstung mit dem Ziel die Kapazität der Gießerei auf 60.000t Guss/Jahr auszubauen. Beginnend mit dem II. Quartal werden die ersten Demontagearbeiten durchgeführt. Dabei werden bis zu 180 MA sowohl in die Demontage- als auch in die Montagearbeiten der neuen Anlagen eingebunden.
Am 01.06.1992 wird der Modellbau im FLENDER Getriebewerk Penig geschlossen und die 16 Modellbauer in die Abteilung Modellbau der FLENDER GUSS GmbH Wittgensdorf übernommen.
Die bis dahin als Bereich 2 der Harlass Guss GmbH noch arbeitende Großgussgießerei in Chemnitz auf der Scheffelstraße stellte 1992 ihren Betrieb ein.
Weitere personelle Maßnahmen reduzieren die Belegschaft bis zum Jahresende auf rd. 700 MA. Es werden mit den noch verbliebenen Anlagen 10.400t Guss erzeugt. Die Erhöhung der Kapazität der Gießerei von 40.000t/a auf 60.000t/a verlangte eine grundlegende Neuaufteilung und Ergänzung der Produktionsbereiche. Wesentliche Veränderungen waren:
- Installation eines leistungsstarken neuen Schmelzbetriebes mit dem Kernstück von 4 Mittelfrequenz-Tiegelöfen á 7,5 t Fassungsvermögen, ausgeführt als 2 Tandems. Später kam noch ein Tiegelofen mit einem Fassungsvermögen von 25 t hinzu.
- Ersatz der vorhandenen automatischen Formanlage durch 3 neue Anlagen einschließlich eines Neuaufbaus einer dazugehörigen Kernformerei mit modernen Kernschießmaschinen.
- Neuordnung der Handformerei und Verlagerung der Kernformerei an einen neuen Standort inklusive einer punktuellen Ergänzung der Anlagentechnik.
Das Jahr 1993 ist im hohen Maße von der Restrukturierung der Gießerei geprägt. In [1] werden diese Maßnahmen recht ausführlich dargestellt und können bei Interesse als PdF-Datei vom Verfasser bezogen werden.
Am 23.06.1993 erfolgt die Sprengung des 96 m hohen Schornsteins und anschließend des dazu gehörigen Kohleheizhauses. Von nun an wird die Wärmeversorgung über ein effizientes und umweltfreundliches Gasheizwerk abgesichert.
Erwähnenswert ist dabei noch, dass die vorhandene Nassentstaubung durch eine Trockenentstaubung ersetzt wurde und hier ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen geleistet wurde.


Die Gießerei Bocholt sticht am 18.03.1994 ihren letzten Guss ab. Von nun an ist Wittgensdorf für die termin- und qualitätsgerechte Versorgung für Flender verantwortlich. Dabei war die Umstellung von Werkzeugmaschinenguss auf Getriebeguss eine Herausforderung.

Das Geschäftsjahr 1992/1993 wird zum 30.09.1993 mit 690 MA und 11.000 t Guss abgeschlossen.
Die eigene Ausbildung des notwendigen Berufsnachwuchses hatte schon vor der Übernahme durch Flender in Wittgensdorf eine große Bedeutung. Ein Prozess, der auch durch die politische Wende nicht unterbrochen wurde. Durch Flender wurde diese Philosophie noch einmal grundlegend weiterentwickelt. Auf Initiative des damaligen Arbeitsdirektors von Flender, Herrn Hagen Humrich wurde am 01.03.1993 das Berufsbildungszentrum ESTA-Flender GmbH (ESTA: Europäische Staatsbürger Akademie) gemeinsam mit der in Bocholt ansässigen ESTA, den Flender-Betrieben in Wittgensdorf und Penig sowie Vertretern von Gewerkschaft, Politik und Territorium aus der Taufe gehoben. Beide Betriebe legten die eigene Ausbildung, einschließlich Personal, in die Hände der ESTA. Dazu entstand auf dem Betriebsgelände der Flender Wittgensdorf eine moderne Ausbildungsstätte.
Sicherlich können sich viele dort Ausgebildete noch erinnern, dass in den ersten Jahren nach der Wende die Ausbildungssituation in Chemnitz sehr kritisch war und viele Jugendliche vergeblich nach einem Ausbildungsplatz suchten. Durch die ESTA-Flender wurde auf diese Situation reagiert und es wurden neben den gießereitypischen Berufen nun auch Ausbildungsplätze z.B. für Holzmechaniker, Maurer, Fliesenleger und Tischler angeboten. Mit der Übernahme durch Siemens wurde die ESTA geschlossen und die eigenen Auszubildenden in den Siemens-Ausbildungsbetrieb überführt.
Im Jahr 1994 wird am 07.05. in feierlicher Form mit 100 Gästen und 500 Belegschaftsangehörigen der Abschluss der wesentlichsten Restrukturierungsmaßnahmen begangen. Die Investitionsmaßnahmen erforderten einen Aufwand von rund 95 Mio DM.
- Das Geschäftsjahr 1993/94 wird mit 800 MA und 26.500 t Guss abgeschlossen.\
- Das nächste Geschäftsjahr 1994/95 wird zum 30.09. d.J. bereits mit 40.200 t Guss und 790 MA beendet.\
- Zum 30.09.1997 waren 680 MA (101 Angestellte und 579 Werker) beschäftigt.\
Die darauffolgenden Jahre brachten eine weitere gute Entwicklung des Betriebsstandortes.
Durch den Ausbau der bestehenden mechanischen Bearbeitung und durch Zukauf und Verlagerung von Bearbeitungskapazitäten von Flender Penig erfolgte eine weitere Aufwertung des Standortes Wittgensdorf.
Im Jahr 1998 feierte die „Flender Guss GmbH“ unter dem Motto:
„100 Jahre Gießereitradition Chemnitz. Von der Kappler Drehe zur Flender Guss GmbH Wittgensdorf“
ausgehend von der Gründung der Eisen- und Metallgießerei Hugo Schreiter auf dem Grundstück der Zwickauer Straße 125 im Jahr 1898 ([1] Seite 1) dieses Jubiläum.


1999 kaufte ein Finanzinvestor die A. Friedrich Flender AG Bocholt und verkaufte sie 2005 an die Siemens AG. Nun bestimmten überwiegend Gussteile für Windkraftanlagen die Produktionsmenge.
Diese stieg in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2007/08 auf über 70.000t.
2006 wird die Flender Guss als selbstständige GmbH ausgegliedert. Der Gießereiname „Flender Guss GmbH“ bestand bis 2010 und wurde dann in „Siemens Gusstechnik GmbH“ umbenannt
Nachdem sich aber abzeichnete, dass allein durch Aufträge aus dem Siemens-Konzern eine ausreichende Auslastung der Fertigung nicht erreicht werden konnte (Siemens Gusstechnik belieferte vor allem Konzernbetriebe aus der Geschäftseinheit Mechanical Drives mit Sitz in Bocholt), suchte der Münchner Konzern nach einem Investor, der dem Gussgeschäft eine neue Perspektive geben könnte (FP vom 02.10.2013). Der Siemens Konzern stellte deshalb die Siemens Gusstechnik GmbH im April 2012 zum Verkauf vor.
Damit konnte der fränkische Unternehmer, Herr Josef Ramthun, die GmbH im Oktober 2013 übernehmen und firmierte sie in „SACHSEN GUSS GmbH“ um.
In der Begrüßungsrede vor seinen künftigen Mitarbeitern forderte er diese in seinen einleitenden Worten auf, sich mit ihm auf eine „Expedition Sachsen Guss“ zu begeben, um gemeinsam die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.

Damit wurde die Gießerei in Wittgensdorf von einer Konzerngießerei wieder in eine Kundengießerei umgewandelt. Seit der Übernahme hat die Sachsen Guss, um für die Zukunft gewappnet zu sein, im erheblichen Maße vor allem in die Anlagentechnik investiert. Diese waren im Wesentlichen:
- Ersatz der automatischen Formanlage 2
- Neubau Umspannwerk
- Schleifmanipulator für Großguss
- Großbearbeitungszentrum für Bauteile bis 15 Tonnen Stückgewicht
Für unsere weiteren Ausführungen ist uns als Quelle die Internetseite der Sachsen Guss GmbH (www.sachsenguss.de) eine wertvolle Hilfe.
Momentan beschäftigt die Sachsen Guss 751 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Davon sind 582 gewerblich Beschäftigte, 107 angestellt Beschäftigte und 62 Studenten und Auszubildende.
Das Produktionsspektrum wird wie folgt beschrieben:
Sachsen Guss ist Ihr Partner für den Guss und die Bearbeitung hochwertiger Teile aus Eisen. Wir beherrschen alle Schritte der Wertschöpfungskette und alle relevanten Verfahren. So garantieren wir optimale Qualität, Wirtschaftlichkeit und Effizienz - vom Einzelstück bis zur Großserie.
- Herstellung maschinen- und handgeformter Eisengussteile von 0,5 kg bis 25 t mit einer Kapazität ca. 75.000 t / Jahr
Getriebegehäuse für eine Zementkraftanlage, Gewicht: 26,06 t

- Einzelstückfertigung in kleinen bis größeren Serien
- Abdeckung der gesamten Prozesskette von der Basiskonzeption bis zum bearbeiteten Gussteil
- Offenheit für alle Branchen
Als Full-Liner (ganzheitlicher Anbieter) deckt Sachsen Guss die gesamte Servicekette von der Idee bis zum fertigen Gussteil im eigenen Haus ab - mechanische Bearbeitung und Grundierung inklusive. Auf diese Weise haben unsere Kunden einen zentralen Ansprechpartner, der die Gesamtverantwortung übernimmt und maximale Kosteneffizienz garantiert.
Besonderen Wert legt das Unternehmen auf die Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigten und auf die Ausbildung des Facharbeiternachwuchses. So wurde bereits im September 2014 eine neue Lehrwerkstatt mit modernsten Dreh- und Fräsmaschinen für rund 350T€ eröffnet.
Eröffnung der Lehrwerkstatt und Schlüsselübergabe an deren Leiter durch den Geschäftsführer Josef Ramthun


Ein Artikel in der Fachzeitschrift „GIESSEREI“ vom Mai 2016 berichtet von fast 40 Auszubildende in 7 Ausbildungsberufen wie z.B. Gießereimechaniker, Mechatroniker. Zerspanungsfacharbeiter oder kaufmännische Berufe.
Dazu bietet Sachsen Guss auch anderen Gießereien die Möglichkeit an, den berufspraktischen Teil der Ausbildung in Wittgensdorf zu absolvieren. Intensiven Kontakt hält die Personalabteilung sowohl zur Agentur für Arbeit als auch zu Schulen. Dazu besucht der Ausbildungsleiter regelmäßig Schulklassen und wirbt dort für technische Berufe wie Gießereimechaniker und Technischer Modellbauer. Auf Ausbildungsmessen präsentiert sich die Firma, öffnet am „Tag der Ausbildung“ ihre Pforten.


Besonders zu erwähnen ist eine Lehrgießerei, in der Schüler von der Form bis zum Abguss mit flüssigen Gusseisen die Tätigkeiten einer Gießerei kennenlernen können.

Nahtlos schließt sich hier auch ein weiterer Bereich im sozialen Engagement der Sachsen Guss an, der Gesundheitsfürsorge für die Beschäftigten des Unternehmens. Mit seiner ausgeprägten Gesundheitsvorsorge und -betreuung gilt der Betrieb bundesweit als Vorbild und wurde dafür ausgezeichnet.
„Die Sachsen Guss sticht aus den üblichen Modellen hervor“, sagt die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände.
Wo andere Betriebe auf regelmäßige Rückenschulkurse stolz sind, praktiziert Sachsen Guss ein regelrechtes Rundumpräventionspaket. Arbeitsplätze werden regelmäßig überprüft und, wenn nötig, verändert. Führungskräfte werden geschult, Lehrlinge bereits in der Ausbildung für ergonomisches Sitzen und Arbeiten sensibilisiert. Kooperationen mit den Krankenkassen, dem Integrationsamt und der Rentenversicherung ermöglichen Schulungen, Kurse und Gesundheitstage. Organisiert wird das größtenteils vom Team Gesundheit, das aus dem Arbeitsmedizinischen Dienst, der Schwerbehindertenvertretung, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, Vertretern des Betriebsrates und des Personalwesens sowie einen externen Gesundheitsberater besteht. Geführt wird es von der Personalabteilung. (FP vom 10.05.2016)
Für dieses Engagement, auch hinsichtlich einer gelebten Inklusion, wurde die Sachsen Guss GmbH schon 2015 mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet.

Diese Betriebsklima und der Umgang mit und zwischen den Beschäftigten des Unternehmens charakterisiert ein Satz auf der Seite „Sachsen Guss als Arbeitgeber“
Er lautet:
Sachsen Guss GmbH ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit mittelständischen Strukturen. Flache Hierarchien, arbeiten im Team sowie eine von Respekt und Verantwortung getragene Wertekultur sind die Fundamente der Expedition Sachsen Guss.
Diese Wertekultur wurde explizit in einer „Wertecharta“ niedergelegt und gilt als Leitfaden für alle Beschäftigten des Unternehmens.

Wortlaut des Vorwortes von Josef Ramthun

Mit diesen Ausführungen möchten wir den Teil 2 unseres Beitrages zur Geschichte und Gegenwart der Sachsen Guss GmbH Wittgensdorf abschließen. Wir hoffen, mit unserem Beitrag den Einwohnern unseres Heimatortes dieses, unseren Ort prägendes, Unternehmen etwas nähergebracht zu haben.
Für interessierte Vereine und Bürger besteht die Möglichkeit einer Besichtigung der Gießerei.
Bitte melden Sie sich dafür bei der Assistentin der Geschäftsführung (Tel.: 03722/642255).
Ullrich Nier
Ortschronist
Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V.
co. Burkhard Kintzel
Pensionär,
ehem. Mitarbeiter Sachsen Guss
*) „guter Guss“:
Bezeichnung für die vekauften Gusserzeugnisse, d.h., von der erschmolzenen und vergossenen Gesamtmenge Gusseisen werden nicht verkaufsfähige Gussteile sowie die für den Gussprozess nötigen „Hilfsteile“ wie Zwischenstege, Eingussöffnungen, die „Steiger“ u.a. gewichtsmäßig abgezogen.
Quellenverzeichnis:
[1] – 100 Jahre Gießereitradition Chemnitz, von der Kappler Drehe zur Flender Guss GmbH Wittgensdorf. Festschrift der FLENDER GUSS GmbH Wittgensdorf 1998
[2] – Internetseite der „Sachsen Guss“ unter https://www.sachsenguss.de/