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Jahresrückblick 2019

erschienen in: Heft 1/2020

Rückblick auf die Arbeit der Wittgensdorfer Vereine und Gemeinschaften sowie auf allgemein interessierende Ereignisse in unserem Heimatort im Jahr 2019

Ein Beitrag zur Ortsgeschichte

Unser Beitrag befasst sich wie auch in den vorigen Jahren mit interessanten und erwähnenswerten Ereignissen unseres Heimatortes sowie mit der Arbeit der Wittgensdorfer Vereine und ihren öffentlichen Veranstaltungen. Ein Anspruch auf die vollständige Darstellung aller Ereignisse im Ort wird nicht erhoben. Gleichzeitig möchten wir hiermit alle Leser der RW auffordern, sich aktiv mit sachdienlichen Hinweisen, Themenvorschlägen und eigenen Beiträgen an der Ausgestaltung unserer Rundschau Wittgensdorf zu beteiligen. Wenn erforderlich und gewünscht, stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Kommen wir nun zum Rückblick auf das Jahr 2019.

Schon am 04.01.2019 führten die Kameradinnen und Kameraden der FFW zusammen mit den Sportfreunden des FC Wacker 90 das 1.Wittgensdorfer Weihnachtsbaumverbrennen am Sportplatz „Am Bergschlößchen“ durch.

Quelle: Sammlung FFW
Quelle: Sammlung FFW

Seine Auftaktveranstaltung für das Jahr 2019 beging der Heimatverein am 30.01.2019. Es wurde der Arbeitsplan für das Jahr besprochen, Änderungen und Vorschläge eingearbeitet und letztendlich beschlossen. Allgemeine Themen rundeten die Veranstaltung ab.

Am 09.02.2019 war für die Freiwillige Feuerwehr Wittgensdorf ein großer Tag. Nach intensiver Vorbereitung hatte die FFW zum „Gründungstreffen“ für den Feuerwehrverein eingeladen. Nach Durchführung der Tagesordnung erfolgte gem. Punkt 7 die Wahl des Vorstandes. Dabei wurden gewählt:

Für den Erweiterten Vorstand wurden gewählt:

Das nachfolgende Foto zeigt den Gründungsvorstand. Hintere Reihe von links: Jörg Dreiling, Steve Hanschke, Jürgen Lehmann, Marcel Roche, Marcel Link. Vordere Reihe von links: Jeanette Kirsten, Susann Roche

Quelle: Sammlung FFW
Quelle: Sammlung FFW
Quelle: Sammlung FFW
Quelle: Sammlung FFW

Wir wünschen dem Feuerwehrverein alles Gute und freuen uns auf eine gedeihliche Zusammenarbeit.

Am 22.02.2019 konnten die Wittgensdorfer am Storchennest interessante Arbeiten beobachten. Eine Höhenservicefirma trug einen Großteil des jährlich wachsenden Horstes (Name für das Storchennest) ab, da es auf Grund seiner Größe – ca. 1 m hoch – und des damit verbundenen Gewichtes vom Schornsteinkopf zu stürzen drohte. Bei den Arbeiten wurden nahezu 350 kg Nistmaterial bis auf eine etwa 20 cm dicke Schicht entfernt. Um die Störche jedoch wieder zum Bezug des Nestes zu animieren wurden an mehreren Stellen weiße Farbkleckse gemalt. Diese imitieren die Kotspuren der Störche, so dass diese ein „benutztes“ Nest erkennen und es akzeptieren.

Quelle: Sammlung A. Seidel
Quelle: Sammlung A. Seidel
Quelle: Sammlung Toni Söll
Quelle: Sammlung Toni Söll

Am 27.02.2019 trafen sich Vertreter von 10 Wittgensdorfer Vereinen zu ihrem Vereinsstammtisch. Dessen Ausgangspunkt war der ENGAGEMENTRUNDBRIEF 01/2019 der Bürgerstiftung für Chemnitz vom 15. 01. 2019 betreffend die zu stellenden Wünsche und Forderungen Chemnitzer Vereine an die Stadträtinnen und Stadträte in Bezug auf das Ehrenamt und die Vereinsarbeit. Also: „Was wünschen sich Vereine für die nächsten Jahre? Was sollte für Freiwillige verbessert werden? Welche Unterstützungsangebote sind nötig?“ Folgende Forderungen und Anregungen zur Verbesserung und Unterstützung der Vereinsarbeit wurden durch die Teilnehmer herausgearbeitet:

  1. Es muss der Grundsatz „Miteinander im Gespräch sein – miteinander gestalten“ gelten. Nur im Dialog zwischen den verantwortlichen Gremien der Stadt Chemnitz und den ehrenamtlich arbeitenden Vereinen und Gemeinschaften ist eine zielführende Vereins- und Gemeinschaftsarbeit zu realisieren.
  2. Dazu ist es erforderlich, dass eine effektive Unterstützung der Vereine und Gemeinschaften durch die jeweils zuständigen Fachämter bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen erfolgt. Hierzu schlagen wir eine spezielle Ergänzung auf der Internetseite der Stadt Chemnitz vor, die für die Unterstützung der Vereins- und Gemeinschaftsarbeit zuständigen Partner in den Fachämtern benennt.
  3. Die im Punkt 2 angeführten Anträge auf Genehmigung von Veranstaltungen sollten für die Vereine und Gemeinschaften K O S T E N F R E I gestellt werden.
  4. Der Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V. fordert als Anerkennung seiner geleisteten Arbeit, die im Übrigen schon mehrfach von Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz gewürdigt wurde, die Einbindung der Heimatstube im ehem. Rathaus Wittgensdorf in die Museumsnacht der Stadt Chemnitz und die damit verbundene Einbeziehung in den speziellen Busverkehr der CVAG.

Weitere Forderungen gab es hinsichtlich einer gezielten Schulförderung, notwendiger Schulungen und Weiterbildung sowie der Anerkennung der Arbeit der ehrenamtlich Tätigen.

Am 16.03.2019 trafen sich die Mitglieder des KHV zu einer Besichtigung der Brauerei Reichenbrand. Unter sach- und fachkundiger Führung durch einen pensionierten Braumeister wurden wir über den Herstellungsprozess der „Reichenbrander Hopfenkaltschale“ informiert. Dabei bilden die offenen Gärbecken aus Edelstahl das Fundament für die hohe Qualität der erzeugten Biere.

Kupferner Sudkessel - Quelle: Sammlung Heimatstube
Kupferner Sudkessel - Quelle: Sammlung Heimatstube
Offene Gärbottiche aus Edelstahl - Quelle: Sammlung Heimatstube
Offene Gärbottiche aus Edelstahl - Quelle: Sammlung Heimatstube

Der zu entrichtende Obolus wurde den Teilnehmern am Ende des Rundgangs in ein „6-er Tragerl“ mit feinstem „Reichenbrander“ umgewandelt.

Quelle: Sammlung Heimatstube
Quelle: Sammlung Heimatstube

Den 20.03.2019 nutzten die Mitglieder des KHV zu einem Werkstattabend in der Heimatstube. Notwendige Aufräum- und Putzarbeiten wurden durchgeführt, Vorbereitungen für einen aus Platzgründen erforderlichen Umbau der Ausstellung wurden getroffen. Es gab viel zu tun, aber das Ergebnis unserer Bemühungen konnte sich sehen lassen

Am Sonntag, den 31.03.2019, fand in der Kirche zu Wittgensdorf ein Benefizkonzert zugunsten der Sanierung des Kirchturmes statt. Unter der Leitung des Landesposaunenwartes Siegfried Mehlhorn spielte der Chemnitzer Bläserkreis Werke von Grieg, Telemann, Verdi und Gershwin.

Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier

Spenden zur Sanierung des Kirchturmes werden bei der Kollekte gern entgegengenommen, auch jederzeit auf dem Konto bei der Bank für Kirche und Diakonie, BIC: GENO DED1 DKD, IBAN: DE69 3506 0190 1682 0091 24, Kontoinhaber: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Chemnitz – Kassenverwaltung, Zahlungsgrund: RT 0720 Spende Kirchturm Wittgensdorf.

Eine für den 24.04.2019 angesetzte Führung durch die Ausstellungen durch das TIETZ - „Vom Birnbaum zum versteinerten Wald“ musste allerdings wegen mangelnder Teilnahme – bedingt durch Krankheit – leider abgesagt werden.

Am 24.04.2019 fand in der Aula der Kirchner-Grundschule die erste Veranstaltung des Jahres in unserer Reihe der Großen Kunst in kleinem Ort statt. Geboten wurde die 126. Folge mit der bezaubernden Dorit Gäbler mit dem Programm „Der geschenkte Gaul“ – Ein Porträt der Hildegard Knef, gezeichnet von Dorit Gäbler. Sie war übrigens damit schon zum dritten Mal unser Gast. Wie immer war die Aula gut gefüllt und die Künstlerin erhielt ihren schönsten Lohn in Form eines reichlichen Applauses.

Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers

Für den 22.05.2019 hatten wir uns die Buchautorin Astrid Lohse aus Rochlitz zu einer Buchlesung eingeladen. Leider waren aber nur wenige Interessierte erschienen, so dass die Veranstaltung im beiderseitigen Einvernehmen abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste.

Einen wiederum schmerzlichen Eingriff in das Ortsbild hatten wir von Mitte Mai bis ca. Mitte Juli im Ortskern zu verzeichnen. Das große Doppelhaus Obere Hauptstraße 14/16 fiel dem Abriss zum Opfer. Unser Vereinsmitglied Bernd Liebers dokumentierte den Abriss des Gebäudes. Interessant ist dabei zu wissen, dass sich im Haus Nr. 14 bei Gustav Ahner einer der ersten Versammlungsräume der „Landeskirchlichen Gemeinschaft“ und des „EC – Jugendbundes“ befand. Dieser diente bis 1943 den beiden Gemeinschaften als Raum für die wöchentlichen Bibelstunden sowie den monatlich durchgeführten Frauenstunden. Somit ging mit dem Abriss des Gebäudes unwiederbringlich ein Zeugnis der Geschichte unseres Heimatortes verloren.

Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers

Weit besser besucht als die vorhergegangenen Veranstaltungen war eine Besichtigung der Herrnmühle in Neukirchen/Erzg. am 15.06.2019

Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier

Herr Günter Köhler vom Heimatverein Neukirchen machte uns mit einem fachlich fundierten Vortrag mit der Geschichte der Müllerei im Allgemeinen und der Geschichte der Neukirchner Mühlen im Speziellen bekannt. Der anschließende Rundgang durch die Herrnmühle mit Vorführungen der Mühlentechnik war äußerst interessant und inspirierte den Verfasser dieses Artikels zu einem speziellen Artikel über die Herrnmühle (RW 4/2019).

Alte Backstube von den Neukirchner Bäckern Barth, Köhler und Mey - Quelle: Sammlung Nier
Alte Backstube von den Neukirchner Bäckern Barth, Köhler und Mey - Quelle: Sammlung Nier
Alte Backstube von den Neukirchner Bäckern Barth, Köhler und Mey - Quelle: Sammlung Nier
Alte Backstube von den Neukirchner Bäckern Barth, Köhler und Mey - Quelle: Sammlung Nier

Mühleninventar:

Maschine zur Reinigung des Mahlgutes - Quelle: Sammlung Nier
Maschine zur Reinigung des Mahlgutes - Quelle: Sammlung Nier
Walzenstühle einfach (links) und doppelt (rechts) - Quelle: Sammlung Nier
Walzenstühle einfach (links) und doppelt (rechts) - Quelle: Sammlung Nier

Nach der Mühlenführung trafen sich noch einige Teilnehmer zu einem gemütlichen Kaffeetrinken im nahegelegenen Wasserschloss Klaffenbach.

Quelle: Sammlung Schober
Quelle: Sammlung Schober

Am 18.06.19 versammelten sich die Mitglieder des Heimatvereins sowie interessierte Wittgensdorfer zu einem schon lange vorgesehenen Termin im ehemaligen Bürogebäude der NUMERIK in Borna. Ein Mitarbeiter der in der Liegenschaft angesiedelten Zollverwaltung gab uns in einem hochinteressanten Vortrag einen Einblick in deren Arbeit. Eine kleine Präsentation von beschlagnahmten Gegenständen wie z.B. Präparate von unter Schutz stehenden Tieren, Plagiate bekannter Marken (Uhren, Handtaschen etc.) sowie von Arbeitsmitteln der Zöllner, wie z.B. zur Drogenkontrolle, zur Erkennung radioaktiver Substanzen, Sprengstofferkennung udgl. mehr. Eine interessante Fragerunde beschloss diese Veranstaltung.

Nach der Sommerpause begaben sich am 28.08.2019 Mitglieder des Heimatvereins und anderer Wittgensdorfer Vereine nach Lunzenau in die Gaststätte „Zum Prellbock“, konkret in das nebenstehende kleine Eisenbahnmuseum, dem nach Lunzenau umgesetzten Bahnhofsgebäude des einstigen Haltepunkts Obergräfenhain, zum Besuch der „wahrscheinlich letzten Ausstellung“ mit Originalarbeiten unseres hochverehrten Henry Büttner. Der Wirt des „Prellbocks“, Herr Matthias Lehmann hatte es mit immensem Aufwand verstanden, einen Faden zu Herrn Büttner zu knüpfen und ihn von der „Notwendigkeit“ einer Ausstellung zu überzeugen. Dazu muss man allerdings auch wissen, dass im „Prellbock“ fast alle namhaften Karikaturisten aus Ost und West ihre Werke ausgestellt haben. Als Henry Büttner im Gespräch mit Herrn Matthias Lehmann „erfuhr“, dass sogar Cartoonisten und Autoren wie Rudi Hurzlmeier aus München und Ernst Kahl aus Hamburg zu sehen waren, meinte er, dass es da für ihn doch eine große Ehre sei, Arbeiten nach Lunzenau zu geben.

Herr Matthias Lehmann mit der Mappe mit Zeichnungen von Henry Büttner - Quelle: FP vom 20.7.19, Foto: Mario Hösel
Herr Matthias Lehmann mit der Mappe mit Zeichnungen von Henry Büttner - Quelle: FP vom 20.7.19, Foto: Mario Hösel

Herr Matthias Lehmann gab uns vor dem Besuch der Ausstellung einen Einblick in seine Arbeit zur Vorbereitung der Ausstellung, über sein Gespräch mit Henry Büttner und beantwortete unsere vielen Fragen. Abschließend wurde unsere Veranstaltung noch bei einem Besuch der Gaststätte gründlich ausgewertet. Eine sehr schöne Ausstellung, die mit Sicherheit zu den Höhepunkten des Jahres 2019 für unseren Verein zählt.

Am 25.09.2019 wurde durch den Ortschronisten in den Räumen des Wittgensdorfer Stadtteiltreffs der Volkssolidarität an der Burgstädter Straße ein Vortrag zur Geschichte und Entwicklung unseres Heimatortes gehalten. Zur Freude der Veranstalter hatte das Thema ein großes Interesse hervorgerufen – der Besuch war entsprechend, alle Sitzplätze einschließlich noch geschaffener „Notsitze“ waren besetzt und noch einige der zuletzt gekommenen Besucher mussten wegen der „ausverkauften“ Veranstaltung wieder nach Hause gehen. Besonderen Anklang fand die noch angehängte Zugabe mit Fotos vom Heimatfest zum 700jährigen Ortsjubiläum aus einem von der damaligen Gemeindeverwaltung erstellten Ehrengeschenk für die Organisatoren dieses Festes, zur Verfügung gestellt von der Fam. Albrecht Wendekamm.

Quelle: Sammlung Andreas Katzer
Quelle: Sammlung Andreas Katzer
Quelle: Sammlung Andreas Katzer
Quelle: Sammlung Andreas Katzer

Interessierten Wittgensdorfern sei aber gesagt, dass diese Veranstaltung wegen der großen Resonanz

  1. in den Veranstaltungsplan des KHV 2020 mit aufgenommen wird (Termin noch offen) und
  2. zur Kirchweihe am 20.10.2020 im Gemeindesaal der Kirchgemeinde zum Vortrag kommt.

Am 16.10.2019 erwartete unsere Mitglieder ein besonderes Ereignis. Wir trafen uns im Kaffee der der Bäckerei Nitzsche an der Chemnitzer Straße zu einer Weinverkostung mit dem Apotheker der Schwanenapotheke Burgstädt, Herrn Jürgen Hoffmann und seiner Gattin.

Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers

Beide präsentierten uns ausgesuchte sächsische Weine von verschiedenen, teilweise auch relativ unbekannten Lagen. Kombiniert mit launigen weinseligen Geschichten und zünftigen Trinksprüchen war es für alle ein schöner Abend und die Möglichkeit Weine zu kaufen wurde rege in Anspruch genommen.

Schon am 09.11.2019 folgte in der Reihe GKikO die 127. Folge unter dem Motto „Er ist ein zu großer Lump“, eine „Klingende Verabredung mit Theodor Kirchner“, Musik und Gespräche von und über Theodor Kirchner, dem Namensgeber unserer Grundschule, meisterhaft dargeboten von der Professorin der Hochschule für Musik Dresden Heidrun Richter am Klavier, der Violinistin Annemarie Starke von der Komischen Oper Berlin, der in Belgrad geborenen Sopranistin Jelena Josic, der Künstlerin Susanne Stahl und dem Schauspieler Peter Prager.

Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers
Quelle: Sammlung Liebers

Ein wunderschöner Abend mit Musik und Gesang von Kirchner und aus seiner Zeit, Episoden aus dem Briefwechsel mit Clara Schumann, mit der er Zeit seines Lebens liiert war und die ihn nahezu ständig unterstützte. Diese Unterstützung endete jedoch mit den o.a. Worten: „Er ist ein zu großer Lump“ und der Rückforderung der gesamten getätigten Korrespondenz mit Kirchner. Zu bemerken ist noch, dass es sich bei der Veranstaltung um eine der ersten dieser Künstlergruppe handelte und die von der überaus positiven Reaktion der Besucher ebenso angetan waren wie diese von der gezeigten Darbietung. Selbst der Freien Presse vom 11.11.2019 war diese Veranstaltung unter der Rubrik „Stadtgeflüster“ einen Kommentar wert, bei dem es heißt:

„Peter Prager, Schauspieler, wandelte am Samstagabend auf den Spuren des Namensgebers der Wittgensdorfer Kirchner-Grundschule. Der bekannte Fernseh-Mime trug vor, warum sich der Komponist, Organist und Pianist Theodor Kirchner einst selbst als " großen Lump" bezeichnete. Das Musikgenie, welches damals in Wittgensdorf lebte, soll nämlich nicht nur seine Musikerkollegin Clara Schumann so umworben haben, bis sie seine Geliebte wurde und ihm als einem der wenigen das "Du" gewährte. Kirchner galt auch als Spieler und soll so auch Schumannsches Geld verlumpert haben. Die ganze Geschichte wurde nun also musikalisch und szenisch in der Grundschule aufgearbeitet - mit Prager am Mikro und einem Damen-Ensemble für die musikalische Vertonung. Die Idee zur Veranstaltung hatte die langjährige Dresdner Musikprofessorin und Pianistin Heidrun Richter, die auch den Kontakt zu Peter Prager knüpfte. Die Schultüren zur Veranstaltung schloss derweil die Wittgensdorferin Christine Esche auf. Sie organisiert seit fast 20 Jahren die zweimal im Jahr stattfindende Veranstaltungsreihe "Große Kunst in kleinem Ort".

Am Abend des 21.11.2019 trafen sich die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins zur Neuwahl des Vereinsvorstandes und ihrer anschließenden Jahresabschlussveranstaltung im Tagungsraum des Rathauses. Nach einleitenden Worten des Vereinsvorsitzenden, Herrn Ulrich Schwalbe gedachten wir den von uns gegangenen Mitgliedern, Frau Rena Fritzsche (+ 26.08.2019) und Herrn Eberhard Müller (+ 20.05.2019). Mit ihnen verlor unser Verein zwei engagierte Mitglieder, die mit ihrem Einsatz für unsere Arbeit stets mit an der Spitze des Vereins standen. Wir werden sie immer in unserem Andenken behalten.

Im darauffolgenden Schritt kamen wir mit der Aufnahme von drei neuen Mitgliedern zu einem erfreulicheren Thema. Nach jeweils einer kurzen Vorstellung wurden alle drei Antragsteller einstimmig in unsere Reihen aufgenommen.

Danach folgte in einem ordnungsgemäßen Verfahren die Neuwahl des Vorstandes. Alle Kandidaten wurden namentlich in offener Abstimmung ohne Gegenstimmen und Enthaltungen in den Vorstand gewählt. Das Ergebnis zeigt folgendes Bild:

Quelle: Sammlung Heimatstube
Quelle: Sammlung Heimatstube

Mit einem Ausblick auf die Arbeit im Jahr 2020 und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein ließen wir diesen Abend ausklingen.

Schon am 29.11.2019 folgte die nächste Aktivität eines Vereins. Der Schulförderverein feierte das 130jährige Jubiläum der Einweihung des Schulhauses mit einer Projektwoche, die am Freitag mit einem „Tag der offenen Tür“ zu Ende ging. Teile eines historischen Schulzimmers sowie alte Fotos und schulbezogene Dokumente gab es zu sehen, die Türen der Einrichtung standen für die Besucher offen und Glücksrad, Dosenwerfen, Kinderpunsch sowie Glühwein nebst Kaffee und Kuchen rundeten die Veranstaltung für Alt und Jung sehr schön ab. Für die Veranstaltung hatte der Schulförderverein als Souvenir einen schönen Stempel mit einer stilisierten Darstellung des Schulhauses gestaltet.

Quelle: Sammlung Schulförderverein
Quelle: Sammlung Schulförderverein
Quelle: Sammlung Schulförderverein
Quelle: Sammlung Schulförderverein
Quelle: Sammlung Schulförderverein
Quelle: Sammlung Schulförderverein

Auch im Dezember 2019 gab es vom 01. bis zum 24.12 den schon zur Tradition gewordenen „Lebendigen Adventskalender“. Waren es am Anfang noch wenige gefüllte Türchen, so war der 2019er schon recht gut bestückt und fand einen großen Anklang als herzliches Dankeschön für die Veranstalter.

Quelle: Sammlung Kirchgemeinde
Quelle: Sammlung Kirchgemeinde

Der 06.12.2019 brachte dann den letzten Höhepunkt der Wittgensdorfer Vereinsarbeit. Der Weihnachtsmarkt lockte mit seinen Veranstaltungen und Verköstigungen wieder viele Wittgensdorfer an. Auch die Heimatstube geöffnet und präsentierte in einer Sonderausstellung von vielen Bürgern unseres Heimatortes zur Verfügung gestellte weihnachtliche Exponate. Dazu kamen noch Vorführungen der Klöppelgruppe der Vosi Wittgensdorf und die allseits beliebten „Geburten“ von Stofftieren. Der Besucheransturm in der Heimatstube brachte die Mitglieder des KHV an die Grenzen des Machbaren. Im Raum der Sonderausstellung ging „kein Apfel mehr zur Erde“! Besonders die Vorführungen der kleinen Dampfmaschine mit ihrem Zubehör durch unser Mitglied Volker Heyne begeisterte Groß und Klein und der Dampfverbrauch durch das immer wieder geforderte „Pfeifen“ der kleinen Maschine war enorm. Resümee: Unser Weihnachtsmarkt mit all seinen liebevoll gestalteten Aktivitäten wird immer besser angenommen und hat sich als fester Termin im Ortskalender etabliert. Nachstehend noch einige Impressionen vom Weihnachtsmarkt und der Heimatstube.

Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Fuder
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier
Quelle: Sammlung Nier

Auch für das Jahr 2020 haben sich alle Wittgensdorfer Vereine wieder neue Ziele gesetzt. Dabei soll Bewährtes fortgeführt und Neues ausprobiert werden. Wichtig ist uns dabei, dass die weitere Entwicklung des Vereinslebens zum Wohl aller Einwohner unseres Heimatortes dient und somit auch das Wohlwollen und die Unterstützung aller verdient. Wir rufen alle Wittgensdorfer auf, sich mit ihren Ideen und Aktivitäten an der ehrenamtlichen Arbeit der Wittgensdorfer Vereine zum Wohle Aller zu beteiligen.

Abschließend wünschen wir allen Einwohnern und Freunden unseres schönen Ortes persönliches Wohlergehen sowie ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2020.

Ullrich Nier
Ortschronist
Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V.

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