Biergarten Fahrradweg
Ein kleiner Beitrag zu einem Bauvorhaben am Ortseingang im Unterdorf unseres Heimatortes
Ein Beitrag zur Ortsgeschichte
Viele Wittgensdorfer, die hin und wieder den unteren Ortseingang im Chemnitztal passieren, fragen sich, was hier wohl gebaut werden soll. Wurde doch Ende Februar in einer Großaktion eines damals noch unbekannten Investors ein Großteil der verwilderten Fläche sauber beräumt, das ehemalige Portiersgebäude ausgeräumt, gesäubert und eingerüstet sowie die Fläche in einen sauberen und ansehenswerten Zustand versetzt.
Hierzu gab der Investor in der am 28. April in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr stattgefundenen planmäßige Sitzung des Ortschaftsrates Auskunft. Der Ortschaftsrat hatte dazu die Herrn Rick Meisel (Investor) und Richard Billep (Planungsingenieur) eingeladen, um über das Bauvorhaben auf dem Gelände der ehemaligen Hermsdorfschen Diamantschwarzfärberei zu berichten zu lassen.
Herr Meisel erläuterte zuerst den Erwerb des Grundstückes im Rahmen einer Zwangsversteigerung. Danach stellte er das eigentliche Bauvorhaben vor. Worum geht es? Herr Meisel hat einen nicht unerheblichen Teil des Grundstückes, auf dem sich die ehemalige Hermsdorfsche Diamantschwarzfärberei befand, erworben und beabsichtigt, dort einem Biergarten mit zugehörigen Nebeneinrichtungen zu errichten. Nach dem Erwerb des Grundstückes wurde Ende Februar großflächig Baufreiheit geschaffen, indem die einzelnen Teilflächen vom Unrat befreit und niedere Gehölze entfernt wurde.
In seinen Ausführungen erläuterte Herr Meisel die Grundgedanken zu seiner Investition:
- Die geplante Einrichtung stellt in ihrer Gesamtheit – Versorgung, Sanitärtrakt, Ruhezonen und Kinderspielplatz – ein „Eingangstor“ zur Stadt Chemnitz / zum Ortsteil Wittgensdorf am Chemnitztalradweg dar.
- Die Gestaltung des Platzes soll an den vormals existierenden Gleisanschluss der Hermsdorfschen Diamantschwarzfärberei erinnern – zwei Einfahr- und zwei Ausfahrweichen vom und zum Radweg (ehemaliger Gleiskörper der Chemnitztalbahn) sowie drei stilisierte „Drehscheiben“ auf dem Platz.
- Die Wegführung auf dem Platz wird stilisiert einer Wegführung einer alten Fabrik nachempfunden – d.h., die zukünftigen Elemente des Biergartens sind so angeordnet, dass sie sich einer Hauptwegeführungen unterordnen und somit das Thema der „Wegeführung“ aufgreifen.
- Trotzdem soll der Ort eine gewisse Natürlichkeit in sich tragen. Das natürliche Bild lässt Vorangegangenes nicht deutlich erkennen, aber was wäre der Geist eines Ortes, wenn ein jeder Ihn auf Anhieb erkennen würde.


Zum Abschluss seiner Ausführungen wies Herr Meisel darauf hin, dass er jederzeit für Fragen und Hinweise interessierter Bürger zu erreichen ist. Er ist nahezu fast täglich auf der Baustelle anzutreffen, nimmt aber auch gern Terminanfragen per Mail info@ag21.de entgegen.
In einem im Nachgang zu seinem Vortrag geführten Gespräch sprach Herr Meisel die Bitte aus, dass die Einwohner von Wittgensdorf nebst ihren Gästen und Freunden Ihn bei der Suche nach einem aussagekräftigen Namen für den Biergarten unterstützen möchten. Dabei sollte der Name möglichst Querverbindungen auf den Chemnitzfluss, den Chemnitztalradweg, den Ortsteil Wittgensdorf oder den historischen Ort assoziieren.
Ullrich Nier
Ortschronist
Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V.